Naturheilkunde

Naturheilkunde ist die Lehre von der Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten unter Einsatz der natürlichen Umwelt und naturbelassener Heilmittel.

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Naturheilkunde wird oft verwechselt mit Phytotherapie oder Homöopathie. Tatsächlich aber ist sie ein Überbegriff für verschiedene Behandlungsmethoden, die auf natürliche Ressourcen zurückgreifen, um Krankheiten zu behandeln oder eine Besserung des Allgemeinbefindens herbeizuführen. Sie ist entstanden auf den Grundlagen der Volksmedizin und wurden mit naturwissenschaftlichen Methoden verfeinert. Die Homöopathie wird normalerweise nicht dazugezählt. Sie bildet ein eigenes System, das auf einer völlig anderen Grundlage entwickelt wurde – der Ähnlichkeitsregel und der Potenzierung von Wirkstoffen. Naturheilkundler setzen auf physikalische Reize (Licht, Luft, Wasser, Erde und Pflanzen, Wärme, Kälte, Bewegung und Ruhe) gesunde Ernährung und Pflanzenwirkstoffe.

Der Begriff "Naturheilkunde" wurde von dem Arzt Lorenz Gleich im Jahre 1848 geprägt. Die traditionelle Naturheilkunde, wie sie zum Beispiel der medizinische Laie Pfarrer Sebastian Kneipp anwandte und an sich selbst testete, basiert auf den fünf Säulen:

  • Phytotherapie (Einsatz von Pflanzenwirkstoffen zur Behandlung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen)
  • Hydrotherapie (von Kneipp entwickelte Wasseranwendungen zur Wärme- und Kältereizung des Organismus)
  • Bewegungstherapie (aktive körperliche Betätigung, zum Beispiel Wandern oder Gymnastik, zur Stärkung des Kreislaufs)
  • Ernährungstherapie (Unterstützung der Behandlungen durch eine vollwertige, natürliche Kost und eine dem Krankheitsbild angepassten Diät)
  • Ordnungstherapie (ausgewogene Lebensführung im regelmäßigen Rhythmus und im Einklang mit der Natur).

Bei dieser typischen Form der Naturheilkunde spricht man auch von klassischer Naturheilkunde.